Bild Unternehmensbewertung

Die Bewertung von kleineren und mittleren Unternehmen, welche nur sehr selten Vergleichswerte wie die börsenkotierten Grossunternehmen haben, ist selten eine einfache Angelegenheit. Bei korrekter Anwendung ist eine Bewertung mit dem Multiplikatorverfahren (Multiples) allerdings eine pragmatische Methode, um einen aussagekräftigen indikativen Unternehmenswert zu erhalten. 

 

Wie funktioniert die Multiplikatormethode?

EBIT x Multiplikator = indikativer Unternehmenswert

Vereinfacht gesagt ergibt sich der Unternehmenswert bei der Multiples-Methode aus dem EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern; oder teilweise EBITDA, also vor Abschreibungen) multipliziert mit dem Multiple (auch „Faktor“ oder „Multiplikator“). Entscheidend ist, dass die EBIT-Basis „bereinigt“ wird („adjusted“; Sondereffekte herausgerechnet) und ein passendender Multiple herbeigezogen wird.

Der Multiplikator stammt aus der Analyse von bereits abgeschlossenen Verkäufen von Unternehmen mit vergleichbarer Grösse, Voraussetzung und Branche. Alle 22 Büros des concess-Netzwerkes in Deutschland, Österreich und der Schweiz ermitteln periodisch die aktuellen Multiplikatoren auf der Basis von Unternehmensverkäufen und -käufen kleinerer und mittlerer Unternehmen (KMU) mit Umsätzen von 1 bis rund 20 Millionen CHF/EUR. Sprechen Sie uns hierzu an.

Wegen der Aussagekraft dieser Datenbasis nützen eine Vielzahl von Banken, Treuhändern und Erstellern von Wertgutachten die concess-Multiplikatoren. Zusätzlich veröffentlichen eine Reihe von Fachmedien und Verbänden die concess-Multiplikatoren gleichsam als Marktstandard für die Wertermittlung mittelständischer Unternehmen: DUB – Deutsche Unternehmerbörse (Verlag Handelsblatt), Das Handwerk Magazin (Holzmann Medien), Impulse – Unternehmer-Magazin (Impulse Medien GmbH) oder auch das offizielle KMU-Portal der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Lesen Sie hier, wie wir den Wert Ihres Unternehmens ermitteln.

Erhalten Sie hier eine Übersicht zum Thema Unternehmensbewertung.

 

Tipps & Hinweise

  • Ziehen Sie nur Multiplikatoren von vergleichbaren Unternehmen bei (Umsatzgrösse, Branche, Strukturen, …)
  • Verwenden Sie das nachhaltige und bereinigte EBIT und nicht einfach das Ergebnis aus der Jahresrechnung.
  • Der Wert der betriebsnotwendigen Maschinen und des Lagerbestands ist bereits im rechnerischen Wert des Unternehmens nach dem Multiplikatorverfahren enthalten. Nicht betriebsnotwendiges Vermögen wird separat betrachtet. Mehr Info dazu hier
  • Nützen Sie bewusst die Bandbreite der Multiplikatoren durch die Umsetzung konkreter Massnahmen. Aktive Veränderungen, wie z.B. die Reduzierung der Abhängigkeit vom Inhaber oder von einzelnen Schlüsselmitarbeitern können den Unternehmenswert sehr positiv beeinflussen
  • Unterscheiden Sie zwischen rechnerischem Unternehmenswert und dem Kaufpreis. Der Unternehmenswert kann rechnerisch einen noch so hohen Wert ermitteln. Wenn kein Käufer bereit ist, den entsprechenden Kaufpreis zu zahlen, kommt es nicht zu einer Transaktion. Siehe auch hier: Wert ≠ Wert ≠ Preis

 


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